Junghennen richtig füttern: von der Kükenphase bis zum Legebeginn
Ratgeber Geflügelfütterung
Kein Küken mehr, noch keine Legehenne: die Junghennenphase
Zwischen der Kükenaufzucht und dem ersten Ei liegt eine eigene Fütterungsphase. Junghennen brauchen in dieser Zeit ein Futter, das auf die Wachstumsphase abgestimmt und noch nicht auf die Eibildung ausgelegt ist. Dieser Ratgeber zeigt, wann Sie umstellen, wie lange gefüttert wird und wie der Wechsel zum Legehennenfutter gelingt.
Warum eigenes Futter?
Junghennen wachsen noch. Ein Junghennenfutter ist deshalb auf die Wachstumsphase abgestimmt: Beim Karner Bio Junghennenfutter heißt das laut Hersteller weniger Eiweiß als im Legefutter, damit die Tiere nicht zu schnell und nicht zu schwer aufwachsen.
Ab wann umstellen?
Ab der 9. Lebenswoche kann vom Kükenfutter auf Junghennenfutter umgestellt werden. Der Zeitpunkt ist ein Richtwert; je nach Rasse und Entwicklung darf es auch etwas später sein.
Wie lange füttern?
Bis zum Legebeginn. Wenn der Legebeginn erkennbar näher rückt, wird schrittweise auf ein passendes Legehennenfutter gewechselt. Reste dürfen beim Übergang einfach eingemischt werden.
Warum Junghennen ein eigenes Futter brauchen
Mit rund neun Wochen ist die Kükenphase vorbei, aber bis zur Legehenne dauert es noch einige Wochen. In dieser Zwischenphase verändert sich der Bedarf der Tiere: Das Skelett und der Körperbau entwickeln sich weiter, während die Eibildung noch keine Rolle spielt.
Ein Junghennenfutter ist in Energie-, Eiweiß- und Mineralstoffversorgung auf diese Wachstumsphase abgestimmt. Beim Karner Bio Junghennenfutter heißt das laut Hersteller: weniger Eiweiß als im Legefutter, damit die Junghennen nicht zu schnell und nicht zu schwer aufwachsen, und ein Kalkgehalt über dem des Kükenfutters, weil Skelett und Körperbau in dieser Zeit weiter zulegen.
Warum nicht gleich Legehennenfutter?
Legefutter ist auf legende Hennen abgestimmt. Es enthält wieder mehr Eiweiß und mehr Calcium, weil die Henne diese Nährstoffe für die Eibildung benötigt. Für Junghennen vor dem Legebeginn passt dieses Nährstoffprofil noch nicht zur Entwicklungsphase.
Das Junghennenfutter ist deshalb der bessere Zwischenschritt zwischen Kükenfutter und Legefutter. Der Wechsel auf das Legehennenfutter kommt, wenn der Legebeginn erkennbar näher rückt, bei den meisten Herden zwischen der 18. und 22. Lebenswoche, je nach Rasse und Entwicklung. Gut zu erkennen ist die Legereife etwa daran, dass die Kämme der Junghennen größer und deutlich röter werden. Dann darf schrittweise umgestellt werden, gerne schon in den Tagen vor dem erwarteten ersten Ei; Reste des Junghennenfutters werden dabei einfach eingemischt.
Futterplaner: So viel Junghennenfutter braucht Ihre Herde
Als Richtwert liegt der Futterverbrauch pro Junghenne von der 9. Lebenswoche bis zum Legebeginn bei rund 6 kg. Der Rechner macht daraus eine greifbare Orientierung für Ihre Herdengröße. Er ersetzt keine individuelle Rationsplanung.
Wichtig: Alle Mengen sind Erfahrungs- und Orientierungswerte. Der Restwert ist bewusst nur linear geschätzt; tatsächlich fressen ältere Junghennen pro Tag mehr als jüngere. Der Verbrauch kann je nach Rasse, Haltung, Jahreszeit und Fressverhalten abweichen, und auch der Legebeginn variiert von Herde zu Herde.
Die Fütterungskette: vom Küken bis zur Legehenne
Jede Phase hat ihr eigenes Futter. Klicken Sie sich durch die vier Stationen, um zu sehen, was wann in den Trog gehört.
Produktbezug: Karner Bio Junghennenfutter 25 kg
Das Karner Bio Junghennenfutter ist für Hybrid- und Rasse-Junghennen ab der 9. Lebenswoche bis zum Legebeginn gedacht. Es wird ad libitum gefüttert und stammt, wie unser übriges Karner-Futter, gentechnikfrei vom Hühnerhof.
Praxiswissen für den Junghennen-Alltag
Futterreste müssen nicht weggeworfen werden
Wenn beim Wechsel noch Kükenfutter übrig ist, können Sie es einfach mit dem Junghennenfutter vermischen und fertig füttern. Genauso darf später ein Rest Junghennenfutter beim Wechsel auf das Legefutter mit dem neuen Futter vermischt werden.
Männliche Tiere fressen einfach mit
Auch männliche Tiere in der Gruppe können beim Junghennenfutter einfach mitgefüttert werden. Das ist gerade bei gemischten Aufzuchtgruppen praktisch.
Auslauf mit Augenmaß
Junghennen können ab einer passenden Größe in den Auslauf. Wenn sie ohne Glucke unterwegs sind, sollten sie schon groß und sicher genug sein, denn junge Tiere sind draußen empfindlicher als ausgewachsene Hennen.
Wichtig: Grünschnitt vom Rasenmähen sollte Junghennen nicht angeboten werden. Wenn sie zu viel davon fressen, kann sich das Material im Kropf zusammenballen und eine Kropfverstopfung begünstigen, und das kann für die Tiere gefährlich werden.
Worauf Sie achten sollten
Diese kurze Checkliste zeigt, ob Ihre Junghennenfütterung sauber aufgestellt ist.
Häufige Fragen zur Junghennenfütterung
Ab wann bekommen Junghennen Junghennenfutter?
Ab der 9. Lebenswoche kann vom Kükenfutter auf ein Junghennenfutter umgestellt werden. Dieser Zeitpunkt dient als Richtwert; je nach Rasse und Entwicklung kann die Umstellung auch etwas später erfolgen.
Wie lange wird Junghennenfutter gefüttert?
Bis zum Legebeginn. Wenn der Legebeginn erkennbar näher rückt, wird schrittweise auf ein passendes Legehennenfutter umgestellt, gerne schon in den Tagen vor dem erwarteten ersten Ei. Bei den meisten Herden liegt der Legebeginn zwischen der 18. und 22. Lebenswoche, je nach Rasse und Entwicklung.
Warum nicht gleich Legefutter füttern?
Legefutter enthält mehr Eiweiß und mehr Calcium, weil legende Hennen diese Nährstoffe für die Eibildung benötigen. Für Junghennen vor dem Legebeginn ist ein Junghennenfutter der passendere Zwischenschritt zwischen Kükenfutter und Legefutter.
Wie viel Futter braucht eine Junghenne?
Als Richtwert liegt der Verbrauch pro Junghenne von der 9. Lebenswoche bis zum Legebeginn bei rund 6 kg. Der tatsächliche Verbrauch kann je nach Rasse, Haltung, Jahreszeit und Fressverhalten etwas abweichen.
Was mache ich mit übrigem Kükenfutter?
Reste müssen nicht weggeworfen werden: Beim Wechsel einfach mit dem Junghennenfutter vermischen und fertig füttern. Das Gleiche gilt später beim Übergang vom Junghennenfutter auf das Legefutter.
Können Hähne und männliche Tiere mitfressen?
Ja. Männliche Tiere in der Gruppe können beim Junghennenfutter einfach mitgefüttert werden, was bei gemischten Aufzuchtgruppen praktisch ist.
Dürfen Junghennen in den Auslauf?
Ja, ab einer passenden Größe. Ohne Glucke sollten die Tiere schon groß und sicher genug sein. Grünschnitt vom Rasenmähen gehört allerdings nicht in den Auslauf, weil er sich im Kropf zusammenballen und eine Kropfverstopfung begünstigen kann.
Wann legen Junghennen ihr erstes Ei?
Das hängt von Rasse, Aufzucht und Jahreszeit ab. Viele Herden beginnen zwischen der 18. und 22. Lebenswoche zu legen. Bleiben die Eier deutlich länger aus, lohnt ein Blick in unseren Ratgeber zu Legeleistung und Legepausen.
Passende nächste Schritte
Wenn Sie die ganze Fütterung Ihrer Herde planen möchten, finden Sie hier die passenden Ratgeber und Produkte für jede Phase.