Zur Hühnerhaltung gehören neben einer artgerechten Ernährung der Tiere auch die Stalleinrichtung, die Beleuchtung, das Einstreu und Impfungen. Hier finden Sie den Überblick über alle Bereiche – mit Links zu unseren ausführlichen Ratgebern.
01Ernährung von Hühnern
Hühner sind Allesfresser, neben Körnern und Würmern fressen sie alles, was sie finden. Nicht alles davon eignet sich für den Magen Ihres Geflügels. Was auf dem Speiseplan Ihrer Hennen stehen sollte und was ihnen schadet, erfahren Sie in unserem Ratgeber Hühner richtig füttern.

02Hühnerrassen
Über 100 verschiedene Hühnerrassen gibt es weltweit, jede von ihnen sieht nicht nur anders aus, sie legt auch unterschiedlich viele Eier und hat andere Charakterzüge.
Wissenswertes über die 20 beliebtesten Hühnerrassen in Österreich lesen Sie in unserem Ratgeber. In unserem ausführlichen Ratgeber über die Lohmann-Hühner erfahren Sie alles, was Sie über die Züchtung wissen müssen.
03Stall, Zaun und Einrichtung
Hühnerstall für Legehennen
Im Handel gibt es verschiedene Hühnerställe für Hobbyhalter. Bei der Wahl des Geflügelstalles sollten Sie neben dem Preis auch die Größe Ihrer Hühnerschar beachten. Bei uns finden Sie den Hühnerstall Emma, den Hühnerstall Bonny mit Metallrahmen und den beheizbaren NoFrost Thermo-Hühnerstall für den Winter. In unserem Kaufratgeber Hühner- und Kleintierställe finden Sie eine Übersicht von allen Geflügelställen in unserem Sortiment.

Geflügelzäune für freilaufende Hennen
Mit einem Geflügelzaun genießen Ihre Hennen die frische Luft draußen und können in der Wiese nach Gräsern und Regenwürmern picken.
Ein Hühnernetz, welches zwischen 106 und 112 cm hoch ist, reicht für die Hennen völlig aus – wegen ihres schweren Gewichts sind sie flugfaul. Vereinzelt gibt es auch Hühner, welche versuchen, aus dem Gehege auszubrechen; mit einem elektrischen Geflügelzaun bleiben sie im eingezäunten Bereich. Auch ungebetene Gäste wie Füchse und Marder halten Sie so vom Gehege und dem Hühnerstall fern. Mehr dazu lesen Sie in unserem Hühnerzaun- und Geflügelnetz-Ratgeber.

Einrichtung im Hühnerstall
Verschiedene Einrichtungsgegenstände im Hühnerstall sind ein Muss in der Haltung von Hühnern, dazu zählen:
- Legenester
- Schutzkörbe für Wärmelampen
- Heizplatten für Geflügeltränken
- Futtertröge oder Futterautomaten
- Wärmeplatten oder Wärmelampen
- Stülptränken oder Automatische Geflügeltränken
- Untersetzer für Futterautomaten oder Hühnertränken

04Einstreu
Hühner verbinden das Scharren in der Einstreu mit dem Fressen, dabei nehmen sie immer einen Teil des Streus auf. Aus diesem Grund spielen die Qualität und die Art des Einstreumaterials eine wichtige Rolle in der Aufzucht von Hennen.

Einstreu für Legehennen
- Hobel- und Sägespäne
- Cellulose-Pellets
- Dinkelspelzen
- Strohgranulat
- Rindenmulch
- Grobe Holzhackschnitzel
- Weizen-, Dinkel- und Roggenstroh
- Sand oder Kies bis 8 mm Körnung
Wichtig: Bringen Sie die Einstreu erst nach der Einstallung ein und lassen Sie die Hennen sie selbst verteilen.
Stroh als Einstreumaterial für Küken
Achten Sie beim Einsatz von Stroh darauf, dass es sauber und frei von Pilzen ist.
Verwenden Sie Weizenstroh statt Gersten- oder Haferstroh, beide Stroharten nehmen nicht ausreichend Feuchtigkeit auf. Gerstenstroh enthält Grannenreste, an ihnen können sich die Hühnerküken verletzen. Verwenden Sie kein gehäckseltes Stroh, sondern Langstroh, es beschäftigt auch die Küken. Durch vorheriges Spleißen des Strohs fördern Sie seine Feuchtigkeitsaufnahme als Einstreu. Zusätzlich beschäftigen Sie die Küken mit dem Langstroh und reduzieren dadurch das Federpicken. Das genetisch veranlagte Erkunden und die Futteraufnahme beeinträchtigen Sie durch den Einsatz von Langstroh nicht.
Meinhof-Tipp
Unser Strohgranulat eignet sich bestens als Einstreu für Küken, seine Saugfähigkeit ist viel höher als bei herkömmlichem Stroh.
Entstaubte Hobelspäne als Einstreu für Hühnerküken
Entstaubte Hobelspäne von weichen Hölzern, welche ohne Chemie behandelt wurden, eignen sich auch hervorragend als Einstreu für Hühnerküken. Die Späne sollten nicht größer als 1 cm sein. Auch staubarme Cellulose-Pellets haben sich für die Kükenaufzucht bewährt – wegen ihrer guten Feuchtigkeitsaufnahme und weil sie staubarm sind.
Wichtig: Beginnen Sie mit dem Einstreuen des Geflügelstalls erst, nachdem er beheizt ist und der Boden die passende Temperatur erreicht hat.

05Brut, Wärme und Licht
Eier ausbrüten mit einer Brutmaschine
Mit einer Brutmaschine lassen sich die Küken ganz einfach ausbrüten, die Erfolgsquote ist mit ca. 90 Prozent höher als bei der Naturbrut. Auf dem Markt gibt es zwei verschiedene Brutapparate: den Flächenbrüter und den Motorbrüter. Flächenbrüter sind sehr beliebt bei Hobbyzüchtern, Motorbrüter kommen bei gewerblichen Geflügelzüchtern zum Einsatz. Bei uns finden Sie z.B. den Brutautomat Covatutto 16 L und den Brutautomat Big mit vollautomatischer Wendung. Was Sie zur Küken-Aufzucht brauchen und was Sie beachten sollten, erfahren Sie in unserem Naturbrut- und Brutmaschinen-Ratgeber.
Wärmelampen und Wärmeplatten
Neben geeignetem Aufzuchtfutter brauchen Ihre frisch geschlüpften Küken vor allem Wärme – Wärmelampen oder Wärmeplatten eignen sich bestens als Wärmequelle. Die Vor- und Nachteile beider Systeme und Antworten auf häufige Fragen finden Sie in unserem Wärmelampen-Ratgeber.

Beleuchtung im Hühnerstall
Den Zeitpunkt der Legereife steuern Sie durch das Lichtprogramm, es beeinflusst den Leistungsverlauf während der Legeperiode.
Am leichtesten halten Sie das Lichtprogramm in fensterlosen Ställen ein, da das natürliche Tageslicht keinen Einfluss hat. Die Lichtintensität und die Lichtdauer lassen sich an die wechselnden Bedürfnisse angleichen.
Hinweis: Bei Aufzuchtställen mit Fenstern brauchen Sie ein individuelles Lichtprogramm.

Lichtprogramm nach Ankunft der Küken
Nach der Ankunft der Küken empfehlen wir Ihnen eine kurze Ruhephase. Danach beginnen Sie mit der periodischen Beleuchtung, sie beinhaltet 4 Stunden Licht und 2 Stunden Dunkelheit. Bis zum 7. oder 10. Tag nach der Ankunft der Hühnerküken ist sie anwendbar. Wechseln Sie dann zum regulären Lichtprogramm, es ist an die verschiedenen Hühnerrassen von Lohmann angepasst.

Vorteile des Lichtprogrammes
- Alle Hühnerküken ruhen bzw. schlafen zur gleichen Zeit.
- Ausgeglichenes Verhalten innerhalb der Herde und einfacheres Beurteilen der Küken.
- Die stärkeren Küken stimulieren die schwächeren, aktiv zu sein und Kükenfutter und Wasser zu sich zu nehmen.
- In der ersten Lebenswoche reduzieren Sie Verluste bei den Tieren.
Lichtprogramm für braun- und weißlegende Hühner in fensterlosen Ställen

* Oder ein intermittierendes Lichtprogramm anwenden · ** bis Produktionsende · *** Minimum · **** Bei auftretendem Federpicken und Kannibalismus reduzieren!
06Impfungen bei Küken
Impfungen beugen wirksam Infektionskrankheiten vor und halten Ihr Geflügel gesund und leistungsfähig.
Der Impferfolg hängt ab…
- vom Impfzeitpunkt
- von der Impfmethode
- vom gewählten Impfstoff
- von der Impffähigkeit der zu impfenden Tiere
Beispiel eines Impfprogrammes

AT: Augentropfen · FS: Flügelstich · I: Intramuskuläre Injektion** · SC: Subcutane Injektion** · SP: Spray · T: Trinkwasser
* Die Implementierung einer frühen Lebendimpfung gegen die Newcastle-Krankheit (ND) und Infektiöse Bronchitis (IB) ist von hohem Wert, um den lokalen Schutz für die Atemwege der Küken (Priming-Effekt) zu induzieren. Die richtige Wahl des Impfstoffes ist entscheidend. Die sehr jungen Hennen sollten niemals mit hoch virulenten Lebendimpfstoffen geimpft werden. Je nach Infektionsdruck werden die Tiere mit einem inaktivierten Lebendimpfstoff während der Aufzucht und/oder vor Legebeginn geimpft, um die gewünschte Immunität zu erreichen. ND- und/oder IB-Nachimpfungen mit einem Lebendimpfstoff während der Produktion (im Rhythmus von 6-8 Wochen) haben sich in der Praxis bewährt, da sie die lokale Immunität verbessern. Sehr intensive Impfprogramme in der Aufzuchtperiode, insbesondere intramuskuläre Injektionen, können die Körpergewichtsentwicklung negativ beeinträchtigen.
** Durchzuführende Nadelimpfungen sollten nicht während der Umstallung, sondern mindestens 14 Tage vor der Umstallung erfolgen, um zusätzlichem Stress vorzubeugen.

Sonderimpfung Kokzidiose
Mit einer Impfung gegen Kokzidiose erhalten die Küken einen Schutz gegen die Krankheit. Die Küken scheiden den Impfstoff aus und nehmen ihn beim Picken wieder zu sich. Nach und nach baut das Immunsystem einen Schutzmechanismus gegen diese Infektionskrankheit auf. In der 3. bis 4. Lebenswoche müssen die Tiere den Impfstoff immer wieder aufnehmen, es ist wichtig, dass sie nicht in Berührung mit Kot gelangen.
Meinhof-Tipp
Falls Ihre Küken noch keinen Impfschutz gegen Kokzidiose haben, empfehlen wir Ihnen unser Kükenfutter Hermys Kükenkorn Plus mit Coccidioseabwehrstoff.
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Hühnerstall Emma
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