Innerhalb der EU gilt für alle Eier die Eierkennzeichnung, sie sind mit einem Erzeugercode versehen. Seit 2004 gelten in der EU einheitliche Regeln zur Kennzeichnung von Hühnereiern – Verbraucher erhalten so Informationen über die Haltungsform und den Herkunftsbetrieb. In unserem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie beim Kennzeichnen für den Verkauf Ihrer Hühnereier beachten müssen.
01Der Eier-Code erklärt
Das Kennzeichnen von sortierten und unsortierten Eiern ist unterschiedlich. Egal ob Sie Ihre sortierten Eier über den Hofladen, den Marktstand oder über die Abo-Kiste an Endverbraucher verkaufen: Sie brauchen einen Eier-Code.
Die vereinfachte Eierkennzeichnung reicht für unsortierte, nicht verpackte Hühnereier aus, welche Sie ab Hof oder im Verkauf direkt an den Endverbraucher abgeben. Sortierte Hühnereier nach Güte- und Gewichtsklasse müssen mit dem Eier-Code versehen sein – er besteht aus der Haltungsform, dem Erzeugerland und dem Legebetrieb.

Auf dem Ei befindet sich der Eier-Code, die Haltungsform ist die erste Zahl:
- 0 = Biohaltung/Ökologische Haltung
- 1 = Freilandhaltung
- 2 = Bodenhaltung
- 3 = Käfighaltung
Das Erzeugerland erkennen Sie an den zwei Großbuchstaben, z.B. AT = Österreich oder DE = Deutschland. Die letzten Ziffern auf dem Ei stehen für den Legebetrieb bzw. die landwirtschaftliche Betriebsnummer, z.B. 1234567. Freilandeier erkennen Sie also am Erzeugercode: Die Zahl 1 steht für die Freilandhaltung.
Meinhof-Wissen
Seit 2009 ist die Käfighaltung in Österreich verboten.
Die Buchstaben MHD stehen für das Mindesthaltbarkeitsdatum – gesetzlich ist die Angabe bei Eiern in Österreich nicht verpflichtend.

Ein Konsument in Österreich kann mithilfe des Codes am Ei und der österreichischen Eierdatenbank den Erzeugerbetrieb finden. Geben Sie auf der Webseite die erste Zahl, die Länderkennzeichnung und die letzten Nummern für den Legebetrieb ein.
Ab 350 Legehennen müssen Sie Ihren Legehennenstall registrieren. Während der Geflügelpest bzw. wegen des Tierseuchengesetzes sind Sie jedoch generell zu einer Meldung gesetzlich verpflichtet. Falls Sie Ihre Eier vermarkten wollen, sind Sie gesetzlich zu einer Meldung bei der Bezirksverwaltungsbehörde verpflichtet.
Mit einem Eierstempel geben Sie das Herkunftsland, den Erzeugercode mit Haltungsform und die Nummer des Legebetriebes an.
Bei einer vollen Eierkennzeichnung sind die nachfolgenden Angaben verpflichtend:
- Hühnerhaltung
- Güteklasse der Eier
- Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)
- Zulassungsnummer der Packstelle
- Anzahl der Eier in der Verpackung
- Gewichtsklasse der Eier (S, M, L oder XL)
- Hinweise zur Lagerung, Verbraucherhinweise
02Güte- und Gewichtsklassen
Im Handel werden ausschließlich Eier der Güteklasse A „frisch“ an den Endverbraucher verkauft. Hühnereier der Klasse A dürfen Sie nicht waschen oder in anderer Form reinigen. Auch das Haltbarmachen oder künstliche Kühlen unter 5 Grad ist verboten – mit Ausnahme des Transportes in die Verkaufsräume des Einzelhandels. Eier, welche nicht diesen Anforderungen entsprechen, gehören der Güteklasse B an und eignen sich nur für Unternehmen der Nahrungsmittel- und Nicht-Nahrungsmittelindustrie.
Ei der Güteklasse A nach Gewichtsklasse
- S – klein: unter 53 g
- M – mittel: 53 g bis 62 g
- L – groß: 63 g bis 72 g
- XL – sehr groß: ab 73 g

Wichtig: Auf der Eierverpackung müssen Sie die Gewichtsklasse vermerken, entweder durch die Buchstaben S, M, L, XL oder durch die Wörter klein, mittel, groß und sehr groß.
03Lagerung und Verbraucherhinweise
Auch nicht gekühlt dürfen Hühnereier verkauft werden, Sie sollten dabei auf eine gleichbleibende Temperatur achten.
Private Haushalte sollten die Eier immer gleichbleibend kühl aufbewahren. Unterbrechen Sie die Kühlkette auf keinen Fall, falls die Eier bereits kühl gelagert wurden. Durch eine konstante Temperatur kann sich kein Kondenswasser auf der Schale bilden – so verhindern Sie das Verderben der Hühnereier, z.B. durch Schimmel.
Eier zählen zu den verderblichen Lebensmitteln, aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie auf die richtige Lagerung hinweisen.
Verbraucherhinweise, die helfen
- Kühl lagern
- Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums durcherhitzen
- Lagern Sie die Eier nach dem Kauf bei Kühlschranktemperatur
Auch ein Hinweis auf die richtige Küchenhygiene ist wichtig und wird von der Landwirtschaftskammer Österreich empfohlen. Ein Etikett auf den Eierverpackungen oder eine Tafel bei losem Verkauf reichen als Hinweis aus.
Aufkleber mit dem Hinweis zur richtigen Küchenhygiene gibt es bei der österreichischen Landwirtschaftskammer. Auf der Seite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz finden Sie Poster und Folder zum Ausdrucken.

04Packstelle und Vermarktung
Nur in zugelassenen Packstellen darf die Verpackung von Hühnereiern stattfinden, dort werden die Eier auch sortiert und bekommen eine Kennzeichnung. Die Biohaltung (0) und die Freilandhaltung (1) im Eier-Code wirken für die Kunden wie ein Biosiegel oder ein Gütesiegel von einem Anbauverband.
Vermarktungswege von Eiern

*) Wenn die Eier nicht sortiert und ohne Angabe von Güteklasse oder Gewichtsklasse verkauft werden. · #) Möglich ist auch die Nutzung einer Packstelle von einem anderen landwirtschaftlichen Betrieb.
Meinhof-Info
Eine eigene Packstelle müssen Sie für den Verkauf an den Handel oder für Wiederverkäufer registrieren.
Kennzeichnung von unsortierten Eiern
a) Ab Hof, über Automaten oder in SB-Hütten am Hof unsortiert zum Verkauf: Das Stempeln der Hühnereier ist nicht erforderlich.
b) Unsortiert am Markt zum Verkauf: Jedes Ei müssen Sie einzeln abstempeln.

Kennzeichnung von sortierten Eiern
Für Eier, welche nach Güte- und Gewichtsklasse sortiert sind und in SB-Hütten am Hof oder ab Hof, in Automaten sowie im Lebensmitteleinzelhandel, in der Gastronomie usw. abgegeben werden:

Keine Kennzeichnungsvorschrift ist die Angabe des Preises. Geben Sie den Preis auf der Eierschachtel, auf einem Aufsteller oder am Regal an.
05Eierverpackung und Hofmarketing
Die Eierkennzeichnung hat nicht nur für Kunden Vorteile: Landwirte können sie für das Hofmarketing nutzen, sie repräsentiert die Qualität des Produktes. Wenn Sie bereits Ihre Eierkartons mit den Pflichtangaben gestalten, können Sie das auch mit wunderschönen Etiketten mit Adresse und Logo machen.
In unserer Kategorie Eierverpackungen finden Sie aktuell 10er-Eierschachteln unbedruckt in Braun und in Weiß – jeweils im Bündel mit 80 Stück – sowie 30er-Eierhöcker im Karton mit 125 Stück für größere Mengen.
Falls Sie nach einer Möglichkeit suchen, wie Sie selbstgestaltete Etiketten für Ihre Eierverpackungen bekommen, sind Sie bei uns richtig: Bei uns bekommen Sie für Ihre Eierschachteln einfache Eier-Etiketten oder ganz bedruckte. Nähere Informationen erhalten Sie auf unserer Seite „Eierverpackung Designservice“.
Selbstgestaltete Eier-Etiketten – Vorteile im Überblick
- Kundenbindung
- Wiedererkennungswert
- Aufmerksamkeit erzeugen
- Bekanntheit der Produkte steigern
- Unterscheidung von der Konkurrenz
- Werbung für die eigenen Erzeugnisse
Passend zum Thema
Eierverpackungen von Meinhof
Eierschachteln, Eierhöcker und Etiketten für die Direktvermarktung.


