Mauser bei Hühnern: Federwechsel erkennen und richtig füttern
Ratgeber Hühnerhaltung
Wenn die Federn fallen: die Mauser verstehen und begleiten
Verliert ein Huhn im Herbst plötzlich Federn, ist das meist kein Grund zur Sorge, sondern die Mauser: der natürliche, jährliche Federwechsel. In dieser Zeit legen viele Hennen weniger oder gar nicht und brauchen vor allem Ruhe und ein verlässliches Futter. Dieser Ratgeber zeigt, woran Sie die Mauser erkennen, wie Sie sie von Milben und Federpicken unterscheiden und worauf es bei der Fütterung ankommt.
Was ist die Mauser?
Der natürliche Federwechsel des Huhns. Altes Gefieder wird abgeworfen, neues wächst nach, meist einmal im Jahr im Herbst, wenn die Tage kürzer werden.
Ist das gefährlich?
Die Mauser selbst ist keine Krankheit. Weniger Eier, ein struppiges Erscheinungsbild und erhöhtes Ruhebedürfnis gehören in dieser Zeit dazu.
Was hilft jetzt?
Ruhe, wenig Stress und eine verlässliche Grundration: Federn bestehen zum Großteil aus Eiweiß, deshalb bleibt ein ausgewogenes Alleinfutter die Basis.
Woran Sie die Mauser erkennen
Die Mauser beginnt bei den meisten Hühnern am Kopf und Hals, wandert dann über Rücken und Flügel und endet beim Schwanzgefieder. Im Stall und Auslauf liegen deutlich mehr Federn als sonst, und auf der Haut werden die nachwachsenden Federkiele sichtbar, die sogenannten Blutkiele.
Gleichzeitig verändern viele Tiere ihr Verhalten: Sie wirken ruhiger, ziehen sich eher zurück und legen weniger oder gar keine Eier. Das ist in dieser Phase normal. Der Körper steckt seine Ressourcen in das neue Federkleid statt in die Eibildung.
Mauser, Milben oder Federpicken? Der schnelle Vergleich
Federverlust hat nicht immer die Mauser als Ursache. Klicken Sie sich durch die drei häufigsten Auslöser und vergleichen Sie die typischen Anzeichen mit Ihrer Herde.
Mauser: der natürliche Federwechsel
In diesem Fall gilt: Ruhe bewahren, Stress vermeiden und die Fütterung verlässlich weiterführen. Das neue Federkleid wächst von selbst nach.
So läuft die Mauser ab
Jede Henne mausert in ihrem eigenen Tempo. Als grobe Orientierung lassen sich vier Abschnitte unterscheiden.
Richtig füttern während der Mauser
Federn bestehen zum Großteil aus Eiweiß. Während der Mauser fließt ein erheblicher Teil der aufgenommenen Nährstoffe in das neue Federkleid. Die wichtigste Maßnahme ist deshalb unspektakulär: eine verlässliche, ausgewogene Grundration, die den Tieren ständig zur Verfügung steht.
Die Grundration bleibt die Basis
Ein ausgewogenes Legehennenfutter deckt den Bedarf an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen auch in der Mauser ab. Es gibt keinen Grund, das Futter in dieser Zeit ständig zu wechseln; wichtiger ist, dass Futter und frisches Wasser durchgehend verfügbar sind.
Ergänzungen mit Augenmaß
Ein Körnermix oder eine kleine Gabe Sonnenblumenkerne bringt Abwechslung und Energie, bleibt aber Ergänzung: Die Grundration soll weiterhin den Hauptteil der Tagesration ausmachen. Wie Sie Körnerfutter richtig dosieren, zeigt der Körnermix-Ratgeber.
Ruhe ist Futter für die Mauser
Vermeiden Sie in dieser Zeit zusätzlichen Stress: keine neuen Tiere eingliedern, Umbauten im Stall verschieben und die Tiere möglichst wenig hochheben, denn die nachwachsenden Blutkiele sind berührungsempfindlich.
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Unsere Karner Bio Legehennenfutter gibt es mehlig und pelletiert, jeweils im 25-kg-Sack, gentechnikfrei vom Hühnerhof. Als Alleinfutter bilden sie die Grundration, auf die sich Ihre Herde auch während der Mauser verlassen kann.
Worauf Sie in der Mauser achten sollten
Mit dieser Checkliste sehen Sie auf einen Blick, ob Ihre Herde gut durch die Mauser kommt.
Häufige Fragen zur Mauser
Warum verliert mein Huhn Federn?
Im Herbst ist die häufigste Ursache die Mauser, der natürliche jährliche Federwechsel. Beginnt der Federverlust an Kopf und Hals, wirken die Tiere sonst gesund und wachsen sichtbar neue Federkiele nach, spricht vieles für die Mauser. Nächtliche Unruhe, blasse Kämme oder Milbenspuren an Sitzstangen und in Ritzen deuten dagegen eher auf Milben hin.
Wie lange dauert die Mauser?
Häufig etwa sechs bis zwölf Wochen. Je nach Tier, Rasse, Mauserintensität und Haltung kann der Federwechsel auch schneller gehen oder mehrere Monate dauern.
Legen Hühner während der Mauser Eier?
Viele Hennen legen in der Mauser deutlich weniger oder gar nicht. Der Körper steckt seine Ressourcen in das neue Federkleid. Nach abgeschlossener Mauser nimmt die Legeleistung meist wieder zu; Alter, Jahreszeit und Tageslicht spielen ebenfalls eine Rolle.
Soll ich das Futter in der Mauser umstellen?
Ein ständiger Futterwechsel ist nicht nötig. Wichtig ist eine verlässliche, ausgewogene Grundration mit ständig verfügbarem Futter und frischem Wasser. Körnermix oder Sonnenblumenkerne können dosiert ergänzen, ersetzen aber kein Alleinfutter.
Darf ich Hühner in der Mauser hochheben?
Möglichst wenig. Die nachwachsenden Blutkiele sind gut durchblutet und berührungsempfindlich. Handling, Umsetzen und Eingliederungen neuer Tiere verschieben Sie in der Mauserzeit am besten.
Mausern alle Hühner gleichzeitig?
Nein. Auch innerhalb einer Herde mausern die Tiere zeitversetzt und unterschiedlich stark. Junghennen im ersten Jahr überspringen die große Herbstmauser oft noch.
Wann sollte ich genauer hinschauen?
Wenn Federverlust außerhalb der typischen Mauserzeit auftritt, nur einzelne Tiere kahle, wunde oder verkrustete Stellen haben oder die Herde nachts unruhig ist. Dann lohnt der Blick in unseren Milben-Ratgeber; bei kranken oder apathischen Tieren ist der Tierarzt der richtige Ansprechpartner.
Passende nächste Schritte
Rund um Mauser, Fütterung und Stallpflege finden Sie hier die passenden Ratgeber und Produkte.